<![CDATA[Cornelia Hotz - BLOG]]>Thu, 14 Jan 2021 00:05:59 +0100Weebly<![CDATA[VOM UMGANG MIT DER ANGST]]>Wed, 16 Dec 2020 13:39:52 GMThttps://corneliahotz.ch/blog/vom-umgang-mit-der-angstVOM UMGANG MIT DER ANGST

GASTINTERVIEW MIT JAHN GRAF
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Die zweite Viruswelle überflutet die Schweiz und erinnert uns erneut daran, dass wir sterblich sind. Macht Ihnen die aktuelle Situation Angst? Oder gelingt es Ihnen, Vertrauen und Zuversicht zu bewahren?

Angst war auch vor COVID-19 ein aktuelles Thema. Wir Menschen fürchten uns vor Krankheiten, Schicksalsschlägen oder anderen Katastrophen, manche haben Angst vor bestimmten Tieren oder ängstigen sich vor Flugreisen oder Menschenmassen. Wird unser Alltag aber von übermässigen Ängsten und Panik beherrscht, ist dies so kräftezehrend wie ein nie enden wollender Marathonlauf. Ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung leidet mindestens einmal im Leben an einer Angststörung, die Folgen davon sind physische und psychische Erschöpfung, sozialer Rückzug und Depression. 
 
Und dennoch ist es die Basisemotion Angst, die unser Überleben sichert. Sie regt uns Menschen zum Nachdenken an, schützt uns vor zu grossen Risiken und garantiert in Gefahrensituationen die notwendigen Abwehr- und Fluchtreaktionen. Auch in stürmischen Zeiten wie dieser bringt uns die Angst dazu, Vorsichtsmassnahmen zu treffen und keine unnötige Gefährdung einzugehen. Wenn wir aber jegliche Risiken abzusichern und sämtliche Situationen zu kontrollieren versuchen, hat das mit Leben oft nicht mehr viel zu tun. Denn absolute Sicherheit ist eine Illusion unserer Zeit.


Wie er mit der Angst umgeht, erzählt uns Jahn Graf im folgenden Interview. Eine Nahtoderfahrung aufgrund einer geplatzten Sackniere im Jahr 2015 veränderte sein Leben. Seither betreibt er unter dem Namen «Jahns rollende Welt» seinen eigenen Youtube-Kanal
(https://youtube.com/channel/UCUulK2IsSIL3OEhaKKa-xEQ). Da eine Infektion mit COVID-19 für ihn gravierende Konsequenzen haben könnte, hat er sich Mitte Oktober zum zweiten Mal in diesem Jahr in Selbstisolation begeben.


Wir alle stehen am Steuer unseres Schiffs und können selber entscheiden, was wir aus unserem Leben machen. (Jahn Graf)
 
 Welche Bedeutung hat COVID-19 für Dich?
Auch die zweite Welle ist eine Herausforderung für mich. Ich habe mich Mitte Oktober, als die Infektionszahlen wieder anstiegen, zu meinem Schutz in meiner Wohnung in Selbstisolation begeben. Alle meine Vorhaben für die nächste Zeit sind derzeit unsicher. Ich kann im Moment auch keine neuen Pläne machen, denn niemand weiss, wie lange COVID uns weiter einschränken wird. Es bleibt auch mir nichts anderes übrig, als mit diesem Virus leben zu lernen. Wie immer versuche ich, aus der Situation das Beste zu machen. 
 
Welche Folgen hätte eine Infektion für Dich?
Ich weiss nicht, welche gesundheitlichen Folgen eine Ansteckung für mich hätte. Aber mit Sicherheit hätte eine Infektion massive Konsequenzen für mich und mein Umfeld. Normalerweise bin in der Lage, mich selber zu pflegen. Wenn ich aber erkranken würde, wäre ich auf Hilfe angewiesen. Meine Mutter, die mich täglich unterstützt, ist aufgrund ihres Alters jedoch selber im Risikobereich. Ihre Hilfe könnte ich bei einer Infektion also nicht in Anspruch nehmen. Auch ist es für mich aufgrund meiner Behinderung viel beschwerlicher, nach einer Erkrankung «wieder auf die Beine zu kommen». 
 
Wie kommst Du mit der Isolation zurecht?
Anfänglich war die Isolation sehr belastend. Ich habe alle Interviewtermine abgesagt, auch meine Projekte für das nächste Jahr sind unsicher. So plötzlich von 100 auf 0 herunterzufahren, war schon heftig. Am meisten vermisse ich meine Arbeit. Ich habe mehrmals mit mir gekämpft, weil es mir nicht gut ging, und mich selber wieder aufgefangen. Glücklicherweise muss ich nicht um meine finanzielle Existenz kämpfen, dies ist ein Privileg. Es ist die Musik und immer wieder eine Prise Humor, dir mir helfen, mit dieser Situation umzugehen. Im Moment habe ich nur zu meiner Mutter und der Physiotherapeutin Kontakt. Als Spastiker bin ich vor allem in der kalten Jahreszeit auf die Physiotherapie angewiesen, ansonsten meine Beweglichkeit verloren geht und ich Schmerzen bekomme. 
 
Wie gehst Du mit der Angst um?
Vor zwei Monaten ist mein Grossvater an COVID verstorben. Und bereits im Frühling ist jemand aus meinem engen Umfeld gestorben. Der Tod relativiert so einiges. Wenn du deine eigene Sterblichkeit akzeptieren kannst, verändert sich auch der Umgang mit der Angst. Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod. Meine Nahtoderfahrung hat meine Einstellung gegenüber dem Sterben verändert. Es kann alles sehr schnell gehen und plötzlich endet man in einem «Chübeli». Wir sollten uns deshalb stets vor Augen halten, dass unser Leben endlich ist. Deshalb stelle ich mir im Alltag immer wieder die Frage, ob ich meine Energie in Sorgen investieren oder in dieser Zeit nicht lieber das Leben geniessen will. Letzten Endes sind doch alle Probleme irgendwie lösbar. 
 
Weshalb ist der Tod Deines Erachtens ein Tabuthema?
Es ist die Angst vor dem Ungewissen, die Sterben zu einem Tabu macht. Weiss doch niemand, was uns nach dem Tod erwartet. Ich kenne zudem einige, die sich auf dem Totenbett gefragt haben, ob das alles war. Zeit ihres Lebens haben sie nur funktioniert und ihr Leben nie geniessen können. Ich hingegen möchte ein Leben, das mich erfüllt. Meine Leidenschaft ist das Gespräch, deshalb führe ich gerne Interviews mit anderen Menschen. Ich liebe es, in andere Welten einzutauchen. Auch wenn es vor allem in dieser Zeit nicht immer einfach ist, werde ich diesen Weg auch in Zukunft weitergehen. 
 
Was tust Du für Dein Wohlbefinden während der Selbstisolation?
Ich schaue gut zu mir. Auch geht es nicht immer darum, etwas zu tun, sondern einfach mal zu sein. Ich denke oft über meine Projekte nach und komme so auf neue Ideen. Mit meinem Umfeld bleibe ich auf digitale Weise in Kontakt. Ausserdem verbringe ich viel Zeit mit Musik, Hörbüchern, guten Filmen und Online-Schachspiel. Nachrichten konsumiere ich im Moment nur wenig, weil diese mich verunsichern. Wir werden tagtäglich mit so vielen Informationen überschwemmt, die sich teilweise widersprechen und uns verwirren. Wie sollen wir herausfinden, was wirklich der Wahrheit entspricht? Dieser «Overload» an Informationen aus den Medien verängstigt viele Menschen derzeit. 
 
Wie gelingt es Dir, zuversichtlich zu bleiben?
Im Gegensatz zu vielen anderen kann ich gut mit Krisensituationen umgehen, weil ich ohnehin keinen genormten Zugang zur Gesellschaft habe. Ich bin auf den Rollstuhl angewiesen, während andere Menschen schon Mühe haben, eine Maske zu tragen. Menschen mit einer Behinderung sind oft krisenresistenter und auch kompromissfähiger, weil wir in allen Lebensbereichen flexibel sein müssen. Ansonsten könnten wir gar nicht Teil dieser Gesellschaft sein. Aber auch mir geht es manchmal schlecht, dann lasse ich meinen Gefühlen freien Lauf. Mal wüte ich, mal weine ich - aber dann lache ich auch wieder. Wir alle stehen am Steuer unseres Schiffs und können selber entscheiden, was wir aus unserem Leben machen. Wir haben es in der Hand, die Dinge zu akzeptieren oder gegen alles anzukämpfen. Ich habe gelernt, mein Leben so anzunehmen, wie es ist, und das Beste daraus zu machen. Denn die Welt dreht sich immer weiter, auch wenn ich mich dagegen wehre.
 
Was macht für Dich ein erfülltes Leben aus?
Ein erfülltes Leben bedeutet für mich, mich selber zu sein und gut für mich zu sorgen. Zudem ist es wichtig, sich selbst zu reflektieren, sich zu fördern aber auch zu fordern. Ich versuche nicht zu viel nachzudenken, sondern aktiv zu werden. Ich kann aber auch Zeiten der Langeweile geniessen. Diese ist ein schöpferischer Zustand und schenkt mir immer wieder neue Ideen. Die Langeweile ist zu Unrecht negativ behaftet. Oft überflutet uns der Alltag, aber dürfen wir nicht auch einmal im Zustand der Ebbe leben? Ich glaube, dass viele Menschen die Langeweile nicht aushalten, weil sie Angst vor dem Nachdenken haben. Sie sind immer im Handeln und gehen dem Nichtstun aus dem Weg. So liegt so vieles in ihrem Leben brach, das wichtig wäre. 
 
Jahn, bist Du glücklich?
Ja, das bin ich. 
 
Herzlichen Dank lieber Jahn für das inspirierende Gespräch!
 
Cornelia Hotz

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<![CDATA[ENTSCHLEUNIGUNG]]>Fri, 02 Oct 2020 07:06:08 GMThttps://corneliahotz.ch/blog/entschleunigung
ENTSCHLEUNIGUNG - WAS UNS ACHTSAMES INNEHALTEN BRINGT


GASTINTERVIEW MIT STEFAN POTH
Irgendwann werden wir alle nur noch eine Geschichte sein. Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Ihnen Ihre gefallen wird? Werden Sie am Ende der Überzeugung sein, dass Sie ein gutes Leben gelebt haben? Oder werden Sie zu den Menschen gehören, die mit ihrem Schicksal hadern und sich um ihre Träume betrogen fühlen?

Wir kommen nicht umhin, uns irgendwann mit den wesentlichen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen. Meistens sind wir aber in der Hektik des Alltags gefangen. Und während wir pausenlos beschäftigt sind, verdrängen wir die Frage, ob das Leben, das wir leben, wirklich unser Leben ist. Womöglich realisieren wir erst zu spät, was wir alles verpasst haben. Sich mit den wesentlichen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen und die richtigen Antworten darauf zu finden, braucht Raum und Zeit. 

Was Entschleunigung für ein gelingendes Leben bedeutet, erzählt uns Stefan Poth im folgenden Interview. Seit über 20 Jahren ist er als selbständiger Unternehmer, Headhunter, Dozent sowie als Coach tätig. Nach einem schweren Verkehrsunfall, bei dem er lebensgefährlich verletzt worden war und seinen Unterschenkel verloren hatte, kämpfte er sich mühsam ins Leben zurück. Diese Erfahrung lehrte ihn Entschleunigung und schärfte seinen Blick auf das Leben. Seither begleitet er Menschen in beruflichen wie auch privaten Veränderungsprozessen.


Welchen Einfluss hat Entschleunigung auf unser Wohlbefinden?
Entschleunigung hat eine zentrale Bedeutung. Auch in der Formel 1 gewinnt niemand ein Rennen, wenn er die ganze Zeit nur Vollgas gibt. Leere Tanks, abgefahrene Reifen oder sonstige Schäden wären das Resultat. Wie im Motorsport entscheiden auch in unserem Leben gut gewählte «Boxenstopps» das Rennen. Leider leben jedoch die meisten von uns fremdgesteuert. Sie lassen sich von gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Verpflichtungen einschränken, sind von ihrem Streben nach Erfolg getrieben und eilen von Pendenz zu Pendenz. Auch die Freizeit wird in der Agenda verplant. Gemäss einer Studie des Neurobiologen Bernd Hufnagl können sich über 95 Prozent der Menschen nicht mehr entspannen, wenn man ihnen Zeit zum Nichtstun gibt. Doch nur wenn wir regelmässig einen «Boxenstopp» einlegen und achtsam innehalten, erfahren wir, ob wir auf dem richtigen Weg sind. 
 
Dein Unfall hat Dich vor Jahren zur Entschleunigung gezwungen. Inwiefern hat dieser Schicksalsschlag Dein Leben verändert?
Der Unfall war trotz aller Widrigkeiten ein Geschenk. Durch ihn habe ich erfahren, dass das Leben innert Sekunden vorbei sein kann. Sicherheit ist eine Illusion. Wir können noch so vorsichtig leben. Wenn es passieren muss, passiert es einfach. Denn das Schicksal nimmt keine Rücksicht darauf, wie wir uns das Leben ursprünglich erträumt haben. Und jeder wird irgendwann in seinem Leben vom Schicksal getroffen. Doch es sind genau diese Ereignisse, welche wir gemeinhin als «Unglück» bezeichnen, die unser Leben ausmachen. Sie lehren uns, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Sie zeigen uns, dass nur der jetzige Augenblick zählt, weil im nächsten Moment schon alles vorbei sein kann. Seit meinem Unfall nehme ich das Leben intensiver und positiver, aber auch gelassener und sensibler wahr. Ich gehe mit einer «engagierten Gelassenheit» durchs Leben, ein Begriff, der im Zen-Buddhismus verwendet wird.
 
Wie ist es Dir gelungen, während Deiner langwierigen Genesung die Zuversicht zu bewahren?
Über meine Resilienz habe ich mir viele Gedanken gemacht. Als Kämpfernatur und Optimist bringe ich sicherlich schon eine gute Ausgangslage mit. Trotzdem bin ich der Überzeugung, dass die Widerstandsfähigkeit eines Menschen erst in einer Krisensituation zum Tragen kommt. Ich habe schon oft erlebt, dass vermeintlich starke Persönlichkeiten unter extremem Druck zusammenbrachen, während andere, die vorher im Hintergrund verblassten, plötzlich zu Helden wurden. Natürlich spielt auch das persönliche Umfeld eine wichtige Rolle. Erst wenn man «hilflos» ist und niemandem mehr von Nutzen sein kann, lernt man seine wahren Freunde kennen. Glücklicherweise standen mir meine Familie und meine guten Freunde damals zur Seite. Dies gab mir Kraft und half mir, den Glauben an eine gute Zukunft zu bewahren. 

Doch der allerwichtigste Faktor ist die eigene Haltung. Bei jeder Krise, bei der man buchstäblich am Boden liegt, muss man sich irgendwann entscheiden. Will ich liegen bleiben oder wieder aufstehen? Diese Entscheidung musste auch ich treffen. Ein unschuldiges Verkehrsopfer zu bleiben und sich fortan im eigenen Elend zu suhlen, hätte durchaus Vorteile gehabt und wäre vielleicht sogar der einfachere Weg gewesen. Doch ich wollte unbedingt wieder auf die Beine kommen, auch wenn ich nur noch eines davon hatte. Diese Entscheidung fällte ich im härtesten Moment, denn nach drei Wochen Spitalaufenthalt war ich körperlich wie auch emotional auf dem Tiefpunkt. Doch genau in diesem Augenblick, als ich vollkommen am Boden war, war mein Fall zu Ende. Der Boden gab mir den nötigen Halt, um wieder aufstehen zu können. 
 
Gibt es Momente, in denen Du mit Deinem Schicksal haderst?
Nach meinen Erfahrungen liegt in der Akzeptanz der Schlüssel zur Zufriedenheit. Erst als ich akzeptieren konnte, dass ich nur noch ein Bein habe und dies für den Rest meines Lebens so sein wird, setzte ich mich positiv mit meiner Situation auseinander. Die körperlichen Schmerzen, dazu zähle ich auch die sogenannten Phantomschmerzen, waren enorm. Anfangs habe ich dagegen angekämpft. Morphium und andere starke Schmerzmittel haben jedoch gegen den Phantomschmerz keine Wirkung gezeigt. Nur dank einer mentalen Schmerztherapie konnte ich die Schmerzen annehmen. Die Erkenntnis, dass der Schmerz «nur» im Kopf stattfindet, linderte ihn. Heute nehme ich an, was ich persönlich nicht ändern kann. Das gibt mir die nötige Gelassenheit, die ich für mein Leben brauche. 
 
Was macht für Dich ein erfülltes Leben aus?
Erfüllung ist für mich die Freiheit, Dinge zu tun, die mir Freude bereiten, und das Leben zu geniessen. Ich versuche, so oft wie möglich im Moment zu leben und das Positive zu sehen. Dies bedeutet aber nicht, dass ich Probleme oder Ungerechtigkeiten in meinem Umfeld und auf dieser Welt ausblende. Solche Widrigkeiten gehören zu unserem Leben dazu. Ich versuche aber, ihre Bedeutung zu relativieren. Neulich diskutierte ich mit einer Bekannten über Gartenarbeit. Als wir auf Unkraut zu sprechen kamen, fragte sie mich, wie ich Pflanzen, die doch auch ihre Daseinsberechtigung hätten, als unnötig bezeichnen könne. Ich musste lange über dieses Gespräch nachdenken. Wer sagt uns denn, was lieb und was böse ist? Es sind nur unsere Moralvorstellungen, nach denen wir Ereignisse in unserem Leben als gut oder schlecht einordnen. Solche Geschehnisse weniger zu bewerten, sondern sie als zum Leben gehörend anzunehmen, macht das Leben für mich erfüllter. 
 
Wie unterstützt Du andere Menschen bei der Entschleunigung?
Neben meiner Tätigkeit als Persönlichkeitscoach biete ich gemeinsam mit Markus Langenegger «Zeitinseln» zur Entschleunigung in der freien Natur an (www.funkenfeuer.ch). Die offenen Gespräche finden einmal pro Monat abends im Wald am Feuer statt. Mit Funkenfeuer schaffen wir einen Raum, der es Menschen erlaubt, bewusst auf ihr Leben zu schauen. Es ist wesentlich einfacher, persönliche Dinge bei Dunkelheit am Feuer auszusprechen als im gewohnten Umfeld. Am Feuer kann man sich der eigenen Wahrheit annähern. Und manchen gelingt es sogar, bei diesen Treffen ein inneres Feuer zu entfachen, welches sie nie zuvor gespürt haben. Mit Funkenfeuer führen wir Menschen in die Entschleunigung und verhelfen ihnen zu schöpferischem Nichtstun, damit sie nachher aus einer engagierten Gelassenheit heraus ihr Leben in die Hand nehmen.
 
Und zum Schluss noch eine Frage: Bist Du glücklich?
Das Glück weilt jeweils für kurze Momente bei mir, während ich Zufriedenheit als einen dauerhaften Gemütszustand anstrebe. Aktuell fühle ich mich glücklich und zufrieden.

Herzlichen Dank lieber Stefan für das inspirierende Interview!

Cornelia Hotz


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<![CDATA[DIE MACHT UNSERER GEDANKEN!]]>Thu, 20 Aug 2020 08:26:50 GMThttps://corneliahotz.ch/blog/die-macht-unserer-gedankenWussten Sie, dass täglich rund 70'000 Gedanken durch Ihren Kopf schwirren?
Den grössten Teil unserer Gedanken hatten wir nicht nur heute schon mehrmals, sondern bereits gestern und vorgestern. Viele Gedanken sind seit unserer Kindheit unsere treuen Begleiter und bestimmen als fixe Glaubensmuster unsere Gegenwart. 
Solange wir leben, denken wir! Und wenn wir unseren Geist einmal zur Ruhe bringen wollen, denken wir darüber nach, wie es uns wohl gelingen könnte, nichts zu denken.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken über Ihre Gedanken gemacht?Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was Sie über sich und die Welt denken und welchen Einfluss Ihre Gedanken auf Ihr Leben haben? Wissenschaftliche Studien aus der Positiven Psychologie haben gezeigt, dass weder unsere genetische Veranlagung noch unsere Lebensumstände zur Hauptsache für unser emotionales Wohlbefinden verantwortlich sind, sondern in erster Linie unser Denken und Handeln. Was wir über unser Leben denken und wie wir uns verhalten, macht sogar 50% unserer persönlichen Lebenszufriedenheit aus. Die Aneignung positiver Denkmuster bewirkt bei jedem Menschen erwiesenermassen eine Erhöhung seines persönlichen Wohlbefindens. 

Ihr Mindset ist der bedeutsamste Faktor für Ihr persönliches Glück!
Unser Denken nimmt nicht nur Einfluss auf unser Handeln und unsere Gefühle, sondern auch auf unsere Gesundheit, denn das Gehirn kommuniziert ständig mit jeder Zelle unseres Körpers. Wie wir über unser Leben denken, welche Bedeutung wir bestimmten Ereignissen in der Vergangenheit zumessen und mit welcher Einstellung wir unserer Zukunft entgegenblicken, beeinflusst unser Wohlbefinden nachhaltig. Denn schlechte Gefühle entstehen nicht durch äussere Gegebenheiten als solche, sondern ergeben sich erst aus unserer gedanklichen Beurteilung dieser Ereignisse. Und genau das, was wir über uns oder eine bestimmte Situation denken, können wir verändern, auch wenn wir auf die äusseren Umstände oft keinen Einfluss haben. Wenn es uns gelingt, uns mit der Vergangenheit zu versöhnen, uns in der Gegenwart auf das Gute im Leben zu fokussieren und unsere Zuversicht für die Zukunft zu bewahren, sind wir glücklicher und widerstandsfähiger.

Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre Gedanken!
Durch unsere Art zu denken können wir unser ganzes Leben lang Einfluss auf unsere Persönlichkeit und unser Leben nehmen. Denn wir können jeden Tag von Neuem entscheiden, wer wir sind und wer wir sein wollen. Ein positives Mindset zu entwickeln, schaffen wir jedoch nicht von heute auf morgen. Wie unser Körper regelmässig Bewegung braucht, um gesund zu bleiben, muss auch unser Geist täglich aufs Neue ein positives Mindset trainieren. Bleiben Sie dran, es lohnt sich!

Cornelia Hotz]]>